25 Jahre Stiftung für das sorbische Volk

ONLINE - Minderheitensekretariat 24.Oktober 2016

Mit einer Festveranstaltung im Stadthaus Cottbus beging die Stiftung für das sorbische Volk letzte Woche Samstag, 22.10.2016, ihr 25-jähriges Gründungsjubiläum. Unter den Ehrengästen waren der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk, MdB als Vertreter der Bundesregierung, der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Uwe Gaul und die Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Dr. Ulrike Gutheil. Gutheil ist neue Beauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden des Landes Brandenburg. Darüber hinaus nahmen zahlreiche Regionalvertreter der Lausitz, Mitglieder des Bundestages und der beiden Landtage aus Sachsen und Brandenburg teil, wie auch zahlreiche Vertreter sorbischer Vereine und Institutionen.

Mit einem bunten kulturellen Programm wurde der Festakt begangen. Die Festansprache hielt der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates und Bautzener Landrat Michael Harig. Vom Kammerstreichorchester des Sorbischen National-Ensembles bis zu den drei Kulturgruppen – des Niedersorbischen Kinder- und Jugendensemble, der sorbischen Volkstanzgruppe Schmerlitz aus der Oberlausitz sowie der Gesangsgruppe Kólesko aus Schleife/Mittellausitz waren alle Regionen der Lausitz vertreten und boten die kulturelle Vielfalt der Sorben/Wenden dar. 

In seinem Grußwort erklärte Bundesbeauftragter Koschyk, dass das Bemühen um den Erhalt und die Pflege der sorbischen Sprache und Kultur sich aus seiner Sicht nicht im Bewahren des Bestehenden, von Brauchtum und Traditionen erschöpfen dürfe. „Um die sorbische Sprache und Kultur für die nächsten Jahre und Jahrzehnte zukunftsfest zu machen, sind weitere Anstrengungen erforderlich. Aufgeschlossenheit für neue Entwicklungen und eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Stiftung sind aus meiner Sicht hierfür unabdingbar. Nach meiner Wahrnehmung hat die Stiftung bereits begonnen, hier die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

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Als Fortführung der Herausgabe des Schleifer Liederbuches wurde im Jahr 2012 eine Vokalgruppe ins Leben gerufen, mit dem Ziel die gesammelten Schleifer Volkslieder in ihrer ursprünglichen Art und in ansprechender künstlerischer Qualität einem breiten Publikum darzubieten.

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