Einmalig für die Lausitz und darüber hinaus

Lausitzer Rundschau22. April 2019


Fotos: Regina Weiß

Rohne. Sorbische Grabsteine auf dem Rohner Friedhof sind geweiht. Denkmale für die Nachwelt erhalten.

Das Osterlicht leuchtet hell. Es leuchtet am Morgen vom Ostersonntag mit der Sonne um die Wette. Gerade haben die Menschen das Osterevangelium gehört. „Die Osterkerze ist ein Zeichen unserer Zuversicht. Gebt das Licht einander weiter“, fordert Pfarrerin Jadwiga Mahling auf. Später wird das weitergegebene Licht in Form von Kerzen als ein Zeichen vor den alten Grabsteinen stehen, die auf dem Friedhof in Rohne eine neue Heimat gefunden haben.

Seit Ostersonntag sind die 50 historischen Grabsteine als eigener Komplex auf der Rohne Begräbnis­stätte wieder vereint und geweiht. „Ein neuer Gedenkort ist entstanden“, unterstreicht die Pfarrerin. Hier könne man die sorbischen Vorfahren ehren. „Väter, Mütter und Kinder, die vor uns waren.“ An diesem besonderen Ort können neue Wurzeln geschaffen werden, „aus der Hoffnung für die Zukunft entstehen kann.“

Entstanden sei zudem ein Ort, der einmalig ist in der Lausitz, sogar in der Welt. Denn nirgendwo gibt es so viele sorbische Grabsteine aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wie in Rohne. Die Grabplatten zieren nicht nur sorbische Bibelsprüche, sondern Verse, die ihren Ursprung in der frommen Volksdichtung haben.

Die musikalische Umrahmung der feierlichen Zeremonie übernahm der Verein Kólesko aus Schleife.

Regina Weiß


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